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Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf Kaspersky PURE 2.0
Die Funktionen des Proaktiven Schutzes basieren auf der Kontrolle und Analyse des Verhaltens aller auf dem PC installierten Programme. Basierend auf den Aktionen eines Programms trifft Kaspersky PURE 2.0 eine Entscheidung, ob ein Programm gefährlich ist oder nicht. Auf diese Weise wird der PC vor bekannten und neuen Viren geschützt.
Im Gegenteil zur Programmkontrolle, reagiert Proaktiver Schutz auf eine bestimmte Reihenfolge der Aktionen eines Programms. Es werden Aktivitäten aller Programme analysiert. Unter anderem die Aktivitäten der Programme, die von der Komponente Programmkontrolle der Gruppe Vertrauenswürdig zugewiesen werden.
Die folgenden Aktivitäten können als gefährliches oder böswilliges Verhalten einer Software bezeichnet werden:
- Eine Trojaner-ähnliche Aktivität
- Der Zugriff auf Systemressourcen (z. B. Registrierung)
- Programme, die sich selbst auf Netzwerkressourcen, in Autostart-Ordner und in die Systemregistrierung kopieren, mit der Absicht, weitere Kopien von sich zu verschicken
- Keylogger
- Versteckte Installation von Treibern
- Veränderungen am Betriebssystem-Kernel
- Anlegen versteckter Objekte und Prozesse mit als negativ eingestufter Identifikationsnummer (PID)
- Veränderungen an der HOSTS-Datei
- Eindringen in andere Prozesse
- Versenden von DNS-Anfragen
Alle oben erwähnten Arten von Aktivitäten werden von der Software, mithilfe der statistischen Analyse der Heuristik kontrolliert und analysiert. Um die Reaktionszeit auf neue Bedrohungen zu verkleinern, wurde in Kaspersky PURE 2.0 zusätzlich zum Funktionsumfang der vorinstallierten heuristischen Datenbank, die Möglichkeit einer aktualisierbaren Heuristik integriert.
Die aktualisierbaren Heuristiken sind eine regelmäßig aktualisierte Sammlung von Vorlagen (Signaturen) von gefährlichem Verhalten der Programme. Bei der Entdeckung eines neuen Virus oder einer neuen Modifikation einer bereits bekannten Schadsoftware wird dank dieser Technologie nicht der gesamte Proaktive Schutz aktualisiert, sondern nur der heuristischen Datenbank eine neue Signatur hinzugefügt. Diese wird dann zusammen mit den Antiviren-Datenbanken des Produktes aktualisiert.
Neben der Möglichkeit des regelmäßigen Updates, unterstützt die heuristische Datenbank auch die Prüfung mit Verhaltensvorlagen. Wenn der Proaktive Schutz nach einer dieser Vorlagen das Verhalten einer Anwendung als verdächtig einstuft, wird ein spezieller Bericht an Kaspersky Lab über das Kaspersky Security Network (KSN) geschickt. Das ist nur möglich, wenn der Benutzer mit der Teilnahme am KSN einverstanden war. Diese Funktion erlaubt es in Zukunft, die Möglichkeit von Fehlalarmen zu reduzieren.
Aktivieren bzw. Deaktivieren des Proaktiven Schutzes
Standardmäßig ist die Komponente Proaktiver Schutz aktiviert. Um die Komponente zu aktivieren bzw. deaktivieren, gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie das Programmhauptfenster.
- Klicken Sie in der rechten oberen Ecke des Fensters auf den Link Einstellungen.
- Wechseln Sie im oberen Teil des Fensters Einstellungen zur Registerkarte Schutz und wählen Sie den Menüpunkt Proaktiver Schutz.
- Im linken Teil des Fensters aktivieren bzw. deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Proaktiven Schutz aktivieren.
- Klicken Sie im Fenster Einstellungen auf OK.
- Schließen Sie das Programmhauptfenster.

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