Benutzerkonten für die Arbeit mit MySQL und MariaDB konfigurieren

Erforderliche Vorrausetzungen

Bevor Sie den Benutzerkonten Rechte zuweisen, führen Sie die folgenden Maßnahmen aus:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie unter dem lokalen Administratorkonto am System angemeldet sind.
  2. Installieren Sie eine geeignete Umgebung für die Arbeit mit MySQL oder MariaDB.
  3. Stellen Sie sicher, dass Sie über ein Windows-Konto verfügen, unter dem Sie den Administrationsserver installieren.
  4. Stellen Sie sicher, dass Sie über ein Windows-Konto verfügen, unter dem Sie den Dienst des Administrationsservers starten.

Konfigurieren der Benutzerkonten, um den Administrationsserver zu installieren

So konfigurieren Sie die Konten für die Installation des Administrationsservers:

  1. Führen Sie eine Umgebung zum Arbeiten mit MySQL oder MariaDB unter dem Root-Konto aus, das Sie bei der Installation des DBMS erstellt haben.
  2. Erstellen Sie ein internes DBMS-Konto mit einem Passwort. Das Installationsprogramm des Administrationsservers (im Folgenden auch als Installer bezeichnet) und der Dienst des Administrationsservers des Administrationsservers verwenden dieses interne DBMS-Konto für den Zugriff auf das DBMS. Gewähren Sie diesem Konto die folgenden Berechtigungen:
    • Schema-Privilegien:
      • Datenbank des Administrationsservers: ALL (außer GRANT OPTION)
      • Systemschemata (mysql und sys): SELECT, SHOW VIEW
      • Die gespeicherte Prozedur sys.table_exists: EXECUTE
    • Globale Privilegien für alle Schemata: PROCESS, SUPER

    Um ein internes DBMS-Konto zu erstellen und diesem Konto die erforderlichen Berechtigungen zu erteilen, führen Sie das folgende Skript aus (in diesem Skript lautet der DBMS-Login KCSAdmin und der Name der Datenbank des Administrationsservers kav):

    /* Anlegen eines Benutzers namens KSCAdmin */

    CREATE USER 'KSCAdmin'

    /* Angeben des Kennworts für KSCAdmin */

    IDENTIFIED BY '<Kennwort>';

    /* KSCAdmin Berechtigungen gewähren */

    GRANT USAGE ON *.* TO 'KSCAdmin';

    GRANT ALL ON kav.* TO 'KSCAdmin';

    GRANT SELECT, SHOW VIEW ON mysql.* TO 'KSCAdmin';

    GRANT SELECT, SHOW VIEW ON sys.* TO 'KSCAdmin';

    GRANT EXECUTE ON PROCEDURE sys.table_exists TO 'KSCAdmin';

    GRANT PROCESS ON *.* TO 'KSCAdmin';

    GRANT SUPER ON *.* TO 'KSCAdmin';

    Wenn Sie MariaDB 10.5 oder früher als DBMS verwenden, müssen Sie das EXECUTE-Privileg nicht erteilen. Schließen Sie in diesem Fall den folgenden Befehl aus dem Skript aus: GRANT EXECUTE ON PROCEDURE sys.table_exists TO 'KSCAdmin'.

  3. Führen Sie das folgende Skript aus, um die Liste der Berechtigungen anzuzeigen, die dem DBMS-Konto gewährt wurden:

    SHOW grants for 'KSCAdmin';

  4. Um eine Datenbank des Administrationsservers manuell zu erstellen, führen Sie das folgende Skript aus (in diesem Skript lautet der Name der Datenbank des Administrationsservers kav):

    CREATE DATABASE kav

    DEFAULT CHARACTER SET ascii

    DEFAULT COLLATE ascii_general_ci;

    Verwenden Sie denselben Datenbanknamen, den Sie in dem Skript angeben, welches das DBMS-Konto erstellt.

  5. Melden Sie sich beim System unter dem Windows-Konto an, das zum Ausführen des Installationsprogramms verwendet wurde.
  6. Starten Sie den Installer.

    Der Installationsassistent zum Einrichten des Administrationsservers wird gestartet. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

  7. Wählen Sie die Option Benutzerdefinierte Installation des Administrationsservers aus.
  8. Wählen Sie MySQL oder MariaDB als DBMS aus, in dem die Datenbank des Administrationsservers gespeichert ist.
  9. Geben Sie den Datenbanknamen des Administrationsservers an. Verwenden Sie denselben Datenbanknamen, den Sie im Skript angeben.
  10. Geben Sie die Anmeldeinformationen des DBMS-Kontos an, dass Sie durch das Skript erstellt haben.
  11. Geben Sie das Windows-Konto an, das zum Starten des Dienstes des Administrationsservers verwendet wird.

    Sie können ein vorhandenes Windows-Benutzerkonto auswählen oder mithilfe des Installers automatisch ein neues Windows-Konto im "KL-AK-*"-Format erstellen. Unabhängig von der Kontoauswahl weist der Installer dem Dienstkonto des Administrationsservers die erforderlichen Systemrechte zu.

Nach Abschluss der Installation wird die Datenbank des Administrationsservers erstellt und der Administrationsserver ist einsatzbereit.

Siehe auch:

Szenario: Programmverwaltung

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